So finden Sie den richtigen Plotter / Großformatdrucker

Auch wenn Unternehmen ihre großen Zeichnungen, Pläne, Bilder, etc. (z.B. DIN A1 oder DIN A0) extern vergeben und durch einen Plottservice drucken lassen, haben doch Branchen, wie Ingenieure oder Architekten immer noch einen Großformatsdrucker (Plotter) vor Ort stehen. Der eine oder andere möchte nicht auf ein eigenes Gerät verzichten, wenn seine Unterlagen aus Anwendungen wie z.B. AutoCAD, COREL Draw, Photoshop etc. vorab geplottet werden sollen. Gerade beim Probeausdruck bzw. Entwurf ist die Übersicht einfach größer als auf einem Bildschirm oder Monitor.

Doch welches Gerät soll gekauft werden?

Heutzutage sind die Plotter für die technischen und grafischen Anwendungen optimiert. Ein großer Unterschied liegt u.a. in der Beständigkeit der Farben. Während technische Systeme meistens mit wasserlöslichen Tintenpatronen arbeiten, sind die Patronen für grafische Anwendungen pigmentiert und UV-Licht-beständiger. Des Weiteren sind die grafischen Plotter von Hause aus schon als PostScript Variante ausgestattet, da z.B. beim Ausdruck von Bilder oder Fotos Vectordateien verarbeitet werden.

Weitere Ausstattungsmerkmale beachten

Natürlich bieten die Geräte diverse Vorteile an, die ein Unternehmen bei der Verwendung unterstützen. Wenn z.B. mehrmals die Papierrolle gewechselt werden muss, ist über den Einsatz von 2 Rollen Systemen nachzudenken. Oder sie verwenden ein 6 Farbpatronen-System anstatt 4 Farbpatronen. Durch die Zusatzfarben verfügen Sie somit über einen größeren Farbraum. Vielleicht möchte Sie auch mit einem Plotter scannen. Mit einem Multifunktionsgerät können Sie Pläne oder Zeichnungen einscannen, damit diese archiviert werden.

Vorteil PostScript

Wir empfehlen von Hause aus die Geräte mit einer PostScript Variante zu wählen. Es ist zwar etwas teurer (ca. 1.000 – 1.500 Euro), doch das Geld ist gut investiert. Sobald Sie nämlich PDF-Dokumente von unbekannter Herfunkt oder Zeichnungen plotten, kann es zu Problemen kommen. Fehlende Linien oder Fehlermeldungen am Gerät sind hier keine Seltenheit. Das Nacharbeiten der Dokumente kostet dem Unternehmen dann wieder mehr Zeit und somit viel Geld. Bedenkt man, dass die Geräte eine Standzeit von ca. 5-10 Jahren haben, betragen die Mehrkosten monatlich lediglich 15-20 Euro.

PostScript ist nicht gleich PostScript

Einige Geräte sind zwar PostScript-fähig, allerdings werden hier nur Emulationen verwendet. Die Geräte sind von Hause günstiger, haben aber den Nachteil, dass teilweise die Schriften nicht richtig geladen werden oder es kommt hier zu fehlerhaften Darstellungen. So verwendet der Hersteller HP bei den DesignJet Modellen ausschließlich PostScript Varianten von Adobe. Die hohen Lizenzgebühren treibt den Gerätepreis allerdings etwas nach oben.

Wie hoch sind die Kosten beim Drucken / Plotten

Wie auch bei einem „normalen“ Drucker oder Kopierer gilt auch hier die Faustformel: Je kleiner das Gerät, desto höher die (Druck)Kosten. Größere Geräte haben den Vorteil, dass es Patronen mit höhere Füllmengen gibt. Der Preisvorteil beim Druck pro Seite ist schon enorm. Teilweise liegt der Preisvorteil bei über 50%. Wenn Sie also viel drucken bzw. plotten wählen Sie besser eine höhere Leistungsklasse.

Geld wird sprichwörtlich weggespült

Werden Sie hellhörig, wenn es bei Geräten einen auswechselbaren Tintenbehälter, Resttintenbehälter oder eine Wartungskassette gibt. Das deutet nämlich auf viele Spül- oder Reinigungsgänge vom Druckkopf her hin. Damit wird sehr viel Tinte verschwendet, um den Druckkopf betriebsfähig zu halten. Ansonsten trocknen die Düsen vom Druckkopf aus und verursachen Streifen beim Drucken oder Plotten.

Apropos Druckkopf

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den Druckkopf selber wechseln können. Einige Systeme haben einen permanenten Druckkopf, der nur durch den technischen Support zu wechseln ist. Das treibt dann die Kosten unnötig durch eine Reparatur oder Wartung in die Höhe. Setzen Sie allerdings auf Geräte, wo der Druckkopf in einer kompletten Einheit zu tauschen ist. Das macht die Fehlersuche bei Qualitätsprobleme vom Druckbild her einfacher.

Setzen Sie auf Originale Tinte vom Hersteller

Wir können nicht oft genug darauf hinweisen, dass wir den Einsatz von originaler Tinte empfehlen. Sie glauben ja gar nicht, was unser technischer Support alles schon erlebt hat, wenn Kunden alternative Tinte verwendet haben. Entweder haben sich die Düsen der Druckköpfe mit Tinte zugesetzt oder die Patronen sind undicht und laufen aus, bis hin zu Farbverfälschungen bei den Ausdrucken sind bei der Verwendung von Fremder Tinte keine Seltenheit. Für uns ist die Verwendung von „fremder“ Tinte unverständlich, da die Geräte mehrere tausend Euro kosten und dann aber am Zubehör gespart wird.

Medium Papier und seine speziellen Eigenschaften

Wie auch bei der Tinte, empfehlen wir Papier vom Gerätehersteller zu verwenden. Egal, ob sie Normalpapier, gestrichenes Papier, Fotopapier o.ä. verwenden, hat es den enormen Vorteil, dass die Qualität gleichbleibend ist und die Papiersorte für das Gerät abgestimmt wird. Es spricht zwar nicht dagegen, wenn Sie anderes Papier verwenden, allerdings ist eine gleichmäßige Qualität nicht immer gewährleistet. Bei Normalpapier (zum Beispiel bei 80 gr. / m2 oder 90 gr. / m2) ist das noch nicht so entscheidend, allerdings bei hochwertigen Papiersorten macht der Einsatz vom originalen Papier Sinn. Ein Fehldruck aufgrund der Qualität vom Papier kann richtig teuer werden.

IT-Security nicht vernachlässigen

Wie auch schon mehrfach berichtet, wird die IT-Security beim Drucker und Kopierer in den Unternehmen oft stiefmütterlich behandelt. Das schließt natürlich somit auch die Plotter ein. Dabei ist das das Thema Sicherheit beim Plotter teilweise noch mehr zu beachten. Wir reden jetzt nicht „nur“ von Hackerangriffe die durch Sicherheitslücken eine Tür zum Unternehmen öffnet, sondern auch von professioneller und organisierter Industriespionage. So kam es in der Vergangenheit zu Hackerangriffe, wo Druckaufträge abgefangen und / oder umgeleitet wurden. Das kostet dem Unternehmen sehr viel Geld, da z.B. Ideen und Entwicklungen geklaut wurden.

Sicherheitsfeatures beachten

Wenn Sie Geräte mit Festplatten kaufen, achten Sie beim Kauf unbedingt auf verschlüsselte Festplatten. Somit ist u.a. ein späterer Zugriff auf die Daten nahezu unmöglich. Verwenden Sie immer die aktuelle Firmware, da beim Update nicht nur eventuelle Programmierfehler (sogenannte Bugs), sondern auch Sicherheitslücken geschlossen werden. Registrieren Sie Ihr Gerät beim Hersteller, damit Sie neuste Informationen oder Updates zu dem gekauften Produkt erhalten. Bei den neusten Geräte können sie auch automatisch ein Update vom Gerät selber durchführen lassen, allerdings wird diese Funktion von Mitarbeitern aus der IT gerne ausgeschaltet um eine direkte Kommunikation nach außen hin zu unterbinden.

Drucken von unterwegs

Wenn Sie z.B. als Architekt direkte Änderungen in einer Baubesprechung vornehmen und die Pläne neu plotten müssen, unterstützt Sie die „Mobil Printing“ Funktion. So können Sie ohne Umwege die Druckaufträge sofort plotten (lassen) und / oder an die ausführenden Unternehmen (z.B. Handwerker) weiterleiten. Somit verlieren Sie nicht unnötige Zeit für die Erstellung von neuen Plänen. Daher sollten neue Geräte die Funktionen wie z.B. Direct-Wifi, Airpint oder die e-Print Funktion unterstützen.

Beauftragen Sie den lokalen Fachhandel

Wir können natürlich in dem Artikel nur im allgemeinen auf Kauftipps aufmerksam machen. Wenn Sie auf Ihr Unternehmen spezielle Wünsche und Anforderungen an das Gerät haben, wenden Sie sich am Besten an den lokalen Fachhandel. Er kann Sie vor Ort beraten und beim Kauf unterstützen. Auch beim Aufbau, Transport oder Umzug von Plottern gibt es einiges zu beachten. Gerade beim Transport oder Umzüge kann die Tinte auslaufen und somit das Gerät schwer beschädigen. Sollten Sie Fragen zu Plottern haben, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme. Nutzen Sie dazu das Kontaktformular auf unserer Homepage oder nehmen Sie telefonisch Kontakt zu uns auf.